Formatierungs-Tipps 06.05.2024, 10:30 Uhr

Das richtige Format

Egal, ob Sie einen Speicher weiterverwenden oder weitergeben: Formatieren bringt neue Frische in alte Datenträger. Wir erklären, was Sie dabei bedenken und beachten sollten und geben wichtige Informationen zu den gängigen Dateisystemen.
(Quelle: Shutterstock/jpmora)
Vereinfacht gesagt ist das Formatieren eine Art Reset-Knopf für Datenträger. Alle Daten werden gelöscht und das Dateisystem neu eingerichtet. Entsprechend bietet sich der Vorgang für unterschiedliche Zwecke an: Beispielsweise sollten Sie einen Datenträger formatieren, bevor Sie ihn (eventuell mitsamt PC) verkaufen oder verschenken. So sind nicht nur Ihre Dateien gelöscht, sondern der Datenträger ist sauber und betriebsbereit für den neuen Besitzer. Wie aufwendig eine Formatierung ist, hängt stark vom Datenträger ab. Ein SSD mit Betriebssystem können Sie nicht so ohne Weiteres formatieren; zumindest nicht über die üblichen Werkzeuge in Windows oder macOS.
Bei SSDs oder HDDs ohne aktives Betriebssystem geht es einfacher, sofern man genügend Platz hat, die Daten temporär oder permanent auszulagern. Am einfachsten ist das Formatieren von kleineren Flash-Speichern wie USB-Sticks oder SD-Karten. Letztere sollten Sie ohnehin regelmässig in der Kamera formatieren, damit sie korrekt funktionieren.

Ziel definieren

Bevor Sie mit dem Formatieren loslegen, lohnt es sich, einen groben Plan zu erstellen. Dieser sollte mindestens die folgenden drei Fragen beantworten:
  • Was ist das Ziel der Formatierung?
  • Was geschieht mit den Daten auf dem
  • Datenträger?
  • Wozu wird der Datenträger nach der Formatierung verwendet?
Die Definition eines Ziels ist wichtig, damit Sie bei weiteren Fragen, die sich beim Formatieren stellen, darauf zurückkommen können. Bei Unsicherheiten wird es so leichter, die richtige Entscheidung zu treffen. Zudem können Sie anhand des Ziels besser festlegen, welche Schritte wichtig sind und welche nicht. Ein Ziel kann in diesem Kontext Unterschiedliches bedeuten. Beispiele wären:
  • Ich möchte die externe Festplatte einem Freund weitergeben.
  • Die MicroSD-Karte soll in meiner Nintendo-Switch-Konsole eingesetzt werden.
  • Meine ältere Datenfestplatte braucht eine Auffrischung.
  • Ich verkaufe meinen Laptop und will meine Daten komplett löschen.
Und schon zeigt sich, warum das Ziel wichtig ist: Im vierten Beispiel ist ein Formatieren nämlich nicht die richtige Option. Das merkt man in der weiteren Planung schnell, denn: Beim Formatieren wird der Datenträger komplett zurückgesetzt. Ein installiertes Betriebssystem wäre komplett weg.
In den meisten Fällen sollte man einen Datenträger mit Betriebssystem nicht manuell formatieren, sondern besser die Reset-Funktion des Betriebssystems verwenden. Das stellt sicher, dass das System zwar zurückgesetzt wird, aber funktional bleibt. Einen Datenträger mit Betriebssystem sollten Sie nur dann formatieren, wenn Sie anschliessend ein anderes Betriebssystem installieren möchten. Bedenken Sie in diesem Fall auch, dass Sie den Formatierungsvorgang aus dem UEFI heraus starten müssen.
Das Unified Extensible Firmware Interface (UEFI) ist eine Software, welche die Firmware eines Computers mit seinem Betriebssystem verbindet. Der Vorgänger war das BIOS.



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