iPhone defekt: Durchgesickertes Dokument verrät, was noch unter Garantie fällt

Was für Apple ein Garantiefall ist und was nicht und welche Fragen die Apple-Supporter durchgehen müssen, zeigt jetzt ein aktuelles Support-Dokument auf.

von Simon Gröflin 05.09.2017

Was fällt eigentlich noch unter Apples Garantie, wenn die iPhone-Reparatur nicht über Apple-Care+ abgesichert ist? Bei uns kostet die iPhone-Versicherung 179 Franken und beinhaltet zwei Reparaturen bei unabsichtlicher Beschädigung, für die jeweils nur eine Servicegebühr von 29 Franken oder 99 Franken für «jeden anderen Schaden» erhoben wird. Aber welche Fälle gelten bei dem Konzern überhaupt als «Reparatur-berechtigt»? Das besagt nun ein 22-seitiges Support-Dokument, das Business Insider von einem technischen Supporter zugespielt wurde.

Was von Apple nicht repariert wird

Der sogenannte «Visual/Mechanical Inspection Guide» datiert auf den 3. März 2017 und zeigt in vielen Bildern auf, welche Schäden beim iPhone 6, 6S und 7 und bei den Plus-Modellen behandelt werden. Der grüne Bereich besagt, was von Apple als kostenfrei übernehmen darf. Der gelbe Abschnitt steht für die Kategorie der Fälle, für die ausserhalb der Garantie eine Gebühr erhoben werden muss. Der rote Bereich beschreibt, welche Schäden von Apple nicht behoben werden. Darunter fallen etwa keine originalen Apple-Akkus, «katostrophale» Schäden wie irreparable Verformungen und auseinander genommen Teile, die nicht mehr eingesetzt wurden.

Dieses Dokument verrät, welche iPhone-Schäden Apple noch repariert Dieses Dokument verrät, welche iPhone-Schäden Apple noch repariert © Business Insider

Heikles Thema: Wasserschäden

Vieles davon dürfte aber langjährige Apple-Kunden kaum überraschen. So muss man bei Wasserschäden meistens zahlen. Der Guide beinhaltet auch Fragen, die ein Techniker durchgehen soll. So soll man etwa überprüfen, ob der Lightning-Anschluss Korrosionsschäden aufweist oder ob sich Flüssigkeit hinter dem Display eingenistet hat. Allerdings handelt es sich bei dem Dokument eher um einen allgemeinen Leitfaden. So kann es sein, dass man bei einem leichten Wasserschaden in der Regel trotzdem auf Garantie hoffen kann. Hier entscheidet die Kulanz des Apple-Supports. Was Apple jedoch anstandslos ersetzt, sind kleinere, aber nervige Dinge wie Haarrisse im Bildschirm, Pixelfehler und Staub unter dem Display. Diese werden auch dann behandelt, wenn sich bereits weitere Folgeschäden wie Wasser unter dem Bildschirm bemerkbar machen.