Mac-Tipp: TripMode 2

TripMode verhindert, dass Ihr MacBook hinter Ihrem Rücken das Datenkontingent leersaugt.

von Klaus Zellweger 30.11.2019

Digitale Nomaden schätzen die Möglichkeit, das MacBook über Tethering mit dem iPhone zu verbinden, um eine Internet-Verbindung herzustellen. Dieser Datenkonsum wird dem Mobil-Abo belastet, doch das ist oft begrenzt. Solches Tun birgt deshalb Gefahren: Vielleicht möchten Sie unterwegs nur E-Mails abrufen – aber die hyperaktive Dropbox ergreift die Gelegenheit, um rasch zwei Gigabytes an neuen Daten zu synchronisieren.

macOS bietet keine zugängliche Möglichkeit, diesen Datenfluss zu steuern, aber es gibt einen fähigen Helfer: Das helvetische Hilfsprogramm «TripMode» erkennt automatisch, ob das MacBook mit einer regulären Wi-Fi-Verbindung ins Internet kommt oder über Tethering mit dem iPhone verbunden ist. Im zweiten Fall bestimmen Sie selbst, welche Programme und Dienste diese Verbindung nutzen dürfen.

Tethering wird automatisch erkannt; im WLAN gibt dann TripMode alle Verbindungen wieder frei Tethering wird automatisch erkannt; im WLAN gibt dann TripMode alle Verbindungen wieder frei © Screenshot / ze

Mustergültige Integration

TripMode besticht durch seine Eleganz und Einfachheit. Die Funktion ist so aufbereitet, dass es keine Lernkurve gibt und die Integration innerhalb von macOS nahtlos wirkt. Die ganze Bedienung spielt sich über das Symbol in der Menüleiste ab. Nach der Installation werden alle Verbindungen blockiert, die für das mobile Arbeiten nicht unbedingt nötig sind – oder zumindest widerspiegelt die Auswahl die Ansicht der Entwickler. Zu den gesperrten Diensten gehören Cloud-Anbieter wie Dropbox, die ein enormes Datenaufkommen verursachen können. Oder Updates, die vom System aufgegleist werden. E-Mail-Clients oder Browser werden ab Werk durchgewunken, können aber genauso blockiert werden. Und so weiter.

Jeder Dienst und jede App bekommt ihr Häkchen – oder bleibt vom Internet getrennt Jeder Dienst und jede App bekommt ihr Häkchen – oder bleibt vom Internet getrennt © Screenshot / ze

Von diesen Empfehlungen können Sie jederzeit abweichen und die Zugänge beliebig definieren.

Der Datenverbrauch wird präzise aufgeschlüsselt Der Datenverbrauch wird präzise aufgeschlüsselt © Screenshot / ze

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Feinheiten

Wenn Sie in mehreren Umgebungen zuhause sind, definieren Sie Profile mit unterschiedlichen Einstellungen. Ein Profil lässt die Daten vielleicht grosszügig fliessen, weil Sie in der Schweiz auf ein unbeschränktes Kontingent zugreifen. Im Ausland hingegen verwenden Sie ein restriktives Profil mit wenigen Apps, weil die Daten dort schnell ins Geld gehen.

Die Einstellungen sind zahlreich und können in Profilen gespeichert werden Die Einstellungen sind zahlreich und können in Profilen gespeichert werden © Screenshot / ze

Wie viele Daten bewegt werden, prüfen Sie jederzeit über das Symbol in der Menüleiste. Ausserdem wird der Verbrauch täglich, wöchentlich oder monatlich ausgewiesen.

Fazit

Wenn Sie Ihr MacBook via iPhone ins Internet bringen, führt kaum ein Weg an TripMode vorbei. Die Einfachheit und die Eleganz, mit der die Software ans Werk geht, ist beispielhaft.

TripMode kostet 9 Franken und wird auch für Windows angeboten, wobei diese Version im Funktionsumfang nicht ganz an die Mac-Fassung heranreicht. Die Website ist nur in Englisch verfügbar, die Software selbst ist jedoch in Deutsch lokalisiert. Die Demoversion finden Sie unter der Adresse www.tripmode.ch; sie funktioniert für 7 Tage ohne Einschränkungen, danach wird jede Filtersession auf 15 Minuten beschränkt.

TripMode 2.2.1

Positiv:
Integration ins System, Einfachheit, Transparenz der Informationen
Negativ:
Details:
ab macOS 10.10 «Yosemite», Deutsch
Strassenpreis:
9 Franken
Info:
tripmode.ch
PCtipp-Bewertung:
5 Sterne

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