Google Earth: Das kann das 3D-Globus-Tool heute

Google Earth kann mehr, als nur die Erde in 3D zu zeigen. PCtipp erklärt Ihnen die wichtigsten Funktionen.

von Claudia Maag 13.02.2020

Mit Googles 3D-Globus kann man die Erde von allen Seiten sowie das Weltall bestaunen, klar. Doch Google Earth hat mittlerweile mehr zu bieten. Wir haben die wichtigsten Funktionen für Sie herausgepickt.

Google Earth gibt es als Webversion, für den Desktop (Windows, macOS und Linux) und für Handys/Tablets (Android, iOS). PCtipp hat sich hauptsächlich die Webversion und die App angeschaut.

Auf gut Glück

Sie suchen nach Ferienideen und sind spontan? Klicken Sie auf der linken Seite auf das Auf-gut-Glück-Icon (sieht wie ein Würfel aus). Das Tool sucht einen Ort für Sie aus, beispielsweise Indonesien. Noch nicht ganz überzeugt? Klicken Sie nochmal auf das Icon. Viel Spass beim Erkunden!

Entfernungen messen

Ihre Liebsten sind gerade in den Ferien oder Sie auf Geschäftsreise? Wenn Sie wissen möchten, wie weit weg sich die Familie gerade befindet, können Sie die Entfernung mit Google Earth messen. Klicken Sie auf das Entfernung-und-Flächenmessen-Symbol (erinnert ein wenig an einen Kamm). Wählen Sie den Start (durch einmaliges Klicken) und das Ziel aus (doppeltes Klicken). Es ist auch möglich, Zwischenstationen zu definieren (nur einmal klicken). Wenn Sie fertig sind, klicken Sie zweimal rasch nacheinander.

Wie weit weg sind die Liebsten? Google Earth weiss es Wie weit weg sind die Liebsten? Google Earth weiss es © Screenshot/PCtipp

Um die angegebenen Informationen zu personalisieren, klicken Sie rechts auf das Drop-down-Menü. Hier können z.B. metrische Einheiten wie Zentimeter, Meter oder Seemeilen sowie Längeneinheiten wie Zoll, Fuss, Yard, Meilen oder sogar Smoot ausgewählt werden.

Ausserdem: Indem Sie mehrere Punkte verbinden, können Sie auch eine Fläche (Umfang und Fläche) anzeigen lassen.

Die Messungen können insbesondere in Gebieten mit bergigem Gelände nicht ganz akkurat sein, wie Google selbst schreibt. Höhenunterschiede werden bei der Messung nicht berücksichtigt.

Kartenstil

Zwischen Kartenstilen wechseln Zwischen Kartenstilen wechseln © Screenshot/PCtipp

Wer auf das Hamburger-Menü klickt, kann dort den Kartenstil ändern. Zur Auswahl stehen Nur die Erde, Erkundung, Alles (sämtliche Grenzen, Beschriftungen, Orte, Strassen etc.) oder Benutzerdefiniert.

Bei den Ebenen können Sie ausserdem die Option 3D-Gebäude aktivieren oder deaktivieren.

Fotos

Ebenfalls über einen Ausflug ins Hamburger-Menü können Sie den Schieberegler bei Fotos betätigen. Über den Globus verteilt erscheinen nun von Nutzern hochgeladene Bilder.

Wenn Sie sich für einen Ort interessieren, können Sie nun auch einfach auf eines der Fotos klicken und sich danach durch die verfügbaren Bilder klicken.

Lassen Sie sich die Fotos der Community anzeigen und klicken Sie sich durch Bilder Ihrer Wahl Lassen Sie sich die Fotos der Community anzeigen und klicken Sie sich durch Bilder Ihrer Wahl © Screenshot/PCtipp

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Spiel Carmen Sandiego

Vergangenes Jahr kehrte die Meisterdiebin in Rot zurück und zwar auf Google Earth. Das Spiel wurde von Netflix und Google im Rahmen der Zeichentrickserie Carmen Sandiego entwickelt. Für Spürnasen geht es über diesen Link zu Der Raub der Kronjuwelen.

Wo in aller Welt ist Carmen Sandiego? Eine Hommage an das Original, auf Basis von Google-Earth-Technologie Wo in aller Welt ist Carmen Sandiego? Eine Hommage an das Original, auf Basis von Google-Earth-Technologie © Netflix/Google

Tourenführer Voyager

Schon seit 2017 gibt es den Tourenführer namens Voyager. Hier (Icon sieht wie ein Bootssteuerrad aus) findet sich eine Mediathek zu Themen wie Spiele, Street View, Natur, Kultur und Reisen, durch die man navigieren kann. Auch Wissenswertes und Tipps der Redaktion gibt es.

Beispielsweise unter Street View können Sie sich unter anderem tolle Wanderungen rund um die Welt anzeigen lassen.

Google Earth bietet mit Voyager eine Art Bildergalerie, in der sich Touristen Sehenswürdigkeiten ansehen können. Aber auch Hintergrundinformationen zu verschiedenen Themen sind verfügbar Google Earth bietet mit Voyager eine Art Bildergalerie, in der sich Touristen Sehenswürdigkeiten ansehen können. Aber auch Hintergrundinformationen zu verschiedenen Themen sind verfügbar © Screenshot/PCtipp

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Projekt-Tool: die eigene Geschichte erstellen

Mit der Webversion können Sie nun Ihr eigenes Projekt mit Fotos und Texten erstellen Mit der Webversion können Sie nun Ihr eigenes Projekt mit Fotos und Texten erstellen © Screenshot/Google Earth

Google Earth bietet seit ein paar Monaten ein Projekt-Tool, mit dem man Orte markieren, Fotos und Videos hochladen sowie eigene Texte hinzufügen kann. Mit den Erstellungswerkzeugen in Google Earth können Sie Ihre eigenen Ortsmarken, Linien und Formen zeichnen sowie Texte, Fotos und Videos hinzufügen. Anschliessend kann man sie mit anderen teilen.

Via earth.google.com/web klickt man dazu links auf das Projekt-Symbol sowie auf Neues Projekt. Um das Projekt in Google Drive zu erstellen, muss man sich mit dem eigenen Google-Account anmelden.

Erst einmal mit dem Google-Konto angemeldet, werden neu erstellte Projekte im Google Drive gespeichert Erst einmal mit dem Google-Konto angemeldet, werden neu erstellte Projekte im Google Drive gespeichert © cm/PCtipp

Über das Bleistift-Symbol (in der linken Spalte rechts) kann dem Projekt ein Name gegeben werden. Um den Ort zu wählen, klicken Sie auf Neues Element und dann Ort zum Hinzufügen Suchen oder Ortsmarkierung hinzufügen.

Wenn man beispielsweise ein (Schul-)Projekt erstellt, klickt man auf die Schaltfläche Präsentieren, um dem Publikum die massgeschneiderte Google-Earth-Geschichte vorzuführen. Dank der Integration mit Google Drive können Sie Ihre Geschichten mit Ihrem Publikum teilen und dieses kann sie via Smartphone, Tablet oder Laptop/PC anschauen. Ausserdem können Sie andere Personen zum Projekt einladen und ein gemeinsames Projekt erstellen.

Google Earth Pro (Desktop)

Mit der kostenlosen Desktop-Version kann man GIS-Daten im- und exportieren Mit der kostenlosen Desktop-Version kann man GIS-Daten im- und exportieren © Screenshot/PCtipp

Wer die Google-Earth-Pro-Version (Desktop) herunterlädt (kostenlos), kann z.B. GIS-Daten (Geographic Information Systems) im- und exportieren. Für manche Regionen gibt es offenbar zudem historisches Material. Um dieses anzuzeigen, gehen Sie zu Ansicht und haken Historische Bilder an.

Unter Ebenen können Sie aus zahlreichen Optionen auswählen, sei es Fotos, Grenzen, Wetter, Ozean oder Globales Denken. Unterhaltsam: Starten Sie den Flugsimulator, indem Sie zu Tools gehen und dann auf Flugsimulator starten klicken.

Wer die alte Fotos-Ebene sucht: Bei einem Versuch hiess es, dass Panoramio eingestellt wurde.