6 Tipps für den Smartphone-Kauf

Es ist nicht immer einfach, bei den vielen Handys auf dem Markt das richtige zu finden. Diese Tipps erleichtern die Smartphone-Wahl.

von Claudia Maag, Florian Bodoky, Klaus Zellweger, Thomas Riediker 07.11.2019 (Letztes Update: 07.11.2019)

1. Neu oder gebraucht?

Beispiele für spezialisierte Verkaufsplattformen sind: verkaufen.ch oder Revendo. Auch auf Social Media werden gebrauchte Smartphones aus Vertragsverlängerungen verkauft. Alternativ bieten Onlinehändler wie Digitec auch gebrauchte Geräte zum Kauf an. Diese sind neuwertig und geprüft und haben oftmals nur an der Verpackung leichte Gebrauchsspuren. Der Preisunterschied zu einem neuen Gerät ist aber oft gering.

Allerdings sollen Sie vorsichtig sein, ein Occasion-Gerät online einfach unbesehen zu kaufen.

Tipp:

  • Lernen Sie den Verkäufer so gut wie möglich kennen. Studieren Sie das Profil oder Bewertungen aus früheren Verkäufen. Nehmen Sie Kontakt auf, bevor Sie ein konkretes Angebot platzieren.
  • Holen Sie das Gerät immer ab und bezahlen Sie bar (falls möglich). So lernen Sie die Person kennen und können das Gerät inspizieren.
  • Geben Sie keine Kreditkartendaten, Ausweiskopien oder ähnliche sensible Daten an den Verkäufer weiter.
  • Klingt das Angebot zu gut um wahr zu sein, ist es vermutlich nicht wahr.

2. Betriebssystem/App-Store

Die aktuell populären Smartphones laufen entweder unter Android (Google) oder iOS (Apple). Zwar gibt es noch andere wie z.B. Blackberry, doch spielen diese heute eine untergeordnete Rolle.

Hier geht es grundsätzlich darum, wie das Smartphone mit bereits vorhandenen Geräten (z.B. Notebooks) kompatibel ist und welche Apps zum Download zur Verfügung stehen. Letztere betreffend lässt sich über den Daumen noch immer sagen, dass es mehr Apps im Android-Store gibt und diese i.d.R. günstiger sind als vom Apple-Store. Wer gerne für Apps zahlt, der wird viele teilweise sehr hochwertige Apps im iOS-Store finden.

3. Kamera(qualität)

Die Unterschiede zwischen Handys werden immer geringer. Die Smartphone-Kamera ist zu einem der wichtigsten Features im Kampf um Kunden geworden.

Bei guten Lichtbedingungen kann man mit Einsteiger- und Mittelklasse-Handys durchaus gute Fotos machen. Brauchen Sie die Smartphone-Kamera nur für Schnappschüsse? Dann reicht ein Einsteiger- oder Midrange-Modell. Oder soll Sie Ihre Digitalkamera möglichst ersetzen?

Nur auf die Megapixel zu schauen ist etwas zu kurz gegriffen. Ein Handy mit einer sehr guten Linse und einer Auflösung von  «nur» 12 Megapixeln kann sehr gute Fotos hervorbringen.

Bei Videos ist es so: Full-HD-Aufnahmen können bei gutem Licht gut gelingen. Sobald die Sonne untergeht, macht sich der Unterschied zu High-End-Geräten allerdings bemerkbar. Manches Midrange-Phone kann heutzutage 4K-Videos problemlos und in guter Qualität abspielen.

Wenn Fotografieren Ihr Hobby ist, kann sich ein aktuelles High-End-Gerät lohnen. Am besten lesen Sie dazu Testberichte, z.B. von Colorfoto oder unter www.dxomark.com (Englisch) oder natürlich beim PCtipp.

Noch etwas zu den aktuellen Smartphone-Kamera-Typen: Es gibt beispielsweise die Tele-, Weitwinkel- oder Super-Wide-Angle-Kamera, optischer Zoom oder Time-of-Flight (ToF). Den Unterschied macht aber letztlich oft die Kamera-Software.

Nächste Seite: Akku, Display, Preis

4. Akku

Midrange-Phones bieten zwar etwas schwächere Hardware als die Vorzeigemodelle eines Herstellers – für den Alltag genügen sie jedoch meist. Beispielsweise das Huawei Mate 20 Lite (2018) überzeugte in unserem Test mit einer langen Akku-Laufzeit. Der 3750-mAh-Akku hielt im Praxistest bei durchschnittlicher Nutzung des Kollegen Bodoky (2 Stunden Telefon, 2 Stunden Spotify-Streaming, 20-minütiger Hotspot-Einsatz sowie Messaging) zwei Tage durch. Das Nokia 8.1 (Test), auch ein Midrange-Gerät, kommt mit einem 3500-mAh-Akku.

High-End-Smartphones bieten natürlich beim Akku noch mehr (z.B. Huawei P30 Pro: 4200-mAh), doch sind sie um einiges teurer und je nachdem, wofür man sie nutzt, bringen sie unnötigen Chichi mit.

5. Display

Die Displays von Smartphones werden immer grösser. Falls Sie lieber eines für die Hosentasche möchten, sollten Sie darauf ein Augenmerk halten.

Oder schauen Sie gerne und regelmässig Filme damit an? Ein Beispiel: Sony gibt beim Xperia 10 Plus an, dass eine Bildschirmratio von 21:9 (Hollywoodformat ohne schwarze Balken oben und unten) – bei einem Durchmesser von 6,5 Zoll bewusst gewählt wurde, um Filme immersiver und Text oder Webseiten effizienter anzeigen zu können, wie Kollege Riediker in seinem Test schreibt.

Ein weiterer Punkt ist die Bildschirmschärfe. Diese wird in Pixel per inch (ppi) angegeben. Über den Daumen lässt sich sagen, dass ein Wert ab 300 ppi gut ist.

6. Preis

Natürlich ist auch der Preis ein wichtiges Kriterium. Wenn Sie für sich bei den anderen Punkten eine Antwort gefunden haben, gilt es, das Gewünschte möglichst preiswert zu ergattern.

Ein Midrange-Phone bewegt sich ungefähr im Bereich von Fr. 300.– bis Fr. 699.–. High-End-Smartphones kosten ca. zwischen Fr. 700.– und gehen bis zu Fr. 1200.– (oder höher).

Vergleichen Sie vor einem Kauf unbedingt online die Preise, zum Beispiel mit ComparisDschungelkompass (Tarifvergleich mit Handy) oder toppreise.ch.

Diese Tipps sind nicht abschliessend und sollen eine erste Orientierung geben. Vor einem Kauf ist es immer ratsam, Testberichte zu studieren.