Kommentar: Die Katze ist aus dem Sack

Redaktor Daniel Bader war an Huaweis Entwicklerkonferenz in China. Was er zu HarmonyOS meint.

von Daniel Bader 09.08.2019

Die Katze ist (endlich) aus dem Sack. Huawei will mit dem neu vorgestellten HarmonyOS auf das Ökosystem und damit zwangsläufig auch auf den Markt rund um smarte IT-Geräte fokussieren. Und die Chancen dazu stehen nicht mal schlecht. HarmonyOS hat dank seines flexiblen Aufbaus durchaus das Potenzial, Android & Co. die Stirn zu bieten. Die Vorteile, zumindest auf dem Papier sind eindrücklich: Das Betriebssystem ist hochmodular aufgebaut, Open-Source-basierend, auf Tempo getrimmt und universell einsetzbar.

Auf wen das chinesische Unternehmen damit zielt? Neben Apples iOS vor allem auf Android von Google. HarmonyOS verfolgt damit, wie auch Android, eine Multi-Device-Strategie. Allerdings, das ist noch die grosse Unbekannte: App-Entwickler müssen bei HarmonyOS auch mitspielen. Denn der Erfolg vom neuen Huawei-OS hängt ein ganzes Stück davon ab, inwieweit sich diese Software wiederum auf HarmonyOS programmieren lässt, und der ARK-Compiler die Apps dann auch letztendlich damit optimieren kann.