Apple Keynote: neue Macs

Immer wenn du denkst, da kommt nichts mehr …

von Klaus Zellweger 30.10.2018 (Letztes Update: 31.10.2018)

Apple stellt neue Macs vor. Das wäre an sich nicht aussergewöhnlich; aber in diesem Fall trifft es zwei Geräteklassen, die von vielen Beobachtern schon längst für tot erklärt wurden.

Die Hölle friert zu: ein neuer Mac mini!

Für Aussenstehende: Der kompakte Mac mini wurde gemäss der Website macrumors.com vor 1475 Tagen aktualisiert, also im Oktober 2014, auch bekannt als «vor ziemlich genau vier Jahren». Das muss man sich einmal vorstellen! Eine solche Zeitspanne zwischen zwei Rechnergenerationen ist wohl nur bei Apple möglich.

Aber das ist Geschichte. Der neue Mac mini ist ein richtiges kleines Power-House, wie der Amerikaner sagen würde. Im nahezu unveränderten, aber anthrazitgrauen Gehäuse werkelt jetzt mindestens ein 3,6-GHz-Quad‑Core-Prozessor von Intel, genauer: ein Intel-Core-i3-Prozessor der 8. Generation mit Intel UHD Graphics 630. Flankiert wird dieser von 8 GB RAM und einem 128 GB grossen SSD.

Der Kraftzwerg ist in jeder Geschmacksrichtung zu haben Der Kraftzwerg ist in jeder Geschmacksrichtung zu haben © Apple, Inc.

Zu den Besonderheiten gehören ausserdem ein HDMI-2.0-Anschluss und vier Thunderbolt-3-Ports, sodass sich im äussersten Fall bis zu drei Displays anschliessen lassen: zwei davon über Thunderbolt mit einer Auflösung von 4096 × 2304 Pixeln bei 60 Hz und eine weiteres über HDMI mit 4096 × 2160 Pixeln bei 60 Hz via HDMI 2.0.

Bis zu drei Displays lassen sich gleichzeitig betreiben Bis zu drei Displays lassen sich gleichzeitig betreiben © Apple, Inc.

Da geht noch mehr – viel mehr!

Dieses Einsteigerpaket gibt es für 929 Franken, wobei sich die Konfiguration fast stufenlos erhöhen lässt, zum Beispiel durch einen schnelleren Prozessor oder 10-Gbit-Ethernet. Im Härtefall greift man gleich zum grösseren Modell und baut das richtig schön aus – mit einem Sechskerner bis 4,7 GHz, 64 GB RAM und 2-TB-SSD, was dann die Kreditkarte um Fr. 4699.70 erleichtert.

Vorläufiges Fazit

Der Mac mini ist wieder da – und zwar so «da» wie nie zuvor. Vom Rechner für das Home Office oder Kinderzimmer bis hin zur High-End-Maschine ist jede Zwischenstufe denkbar.

Der Mac mini kann ab sofort bestellt werden, die Auslieferung beginnt am 7. November.

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Und das MacBook Air lebt auch!

Ebenfalls totgesagt wurde das MacBook Air, das geschlagene 512 Tage Amtszeit auf dem Buckel hat. Viele Beobachter gingen davon aus, dass es sang- und klanglos aus dem Sortiment verschwinden und durch das ultradünne MacBook ersetzt wird. Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.

Die ikonische Keilform ist zum Glück geblieben Die ikonische Keilform ist zum Glück geblieben

Das frisch überarbeitete MacBook Air kommt (endlich!) mit einem hochauflösenden Retina-Display mit 13,3 Zoll, denn alles andere ist nicht mehr zeitgemäss. Das Display mit 2560 × 1600 Pixeln bei 227 ppi wird nicht mehr von Aluminium, sondern von schwarzem Glas eingefasst. Die ikonische Keilform wird jedoch beibehalten. Dessen ungeachtet sind die Display-Ränder um rund die Hälfte reduziert.

Endlich Retina: das neue MacBook Air Endlich Retina: das neue MacBook Air

Gerade bei einem Mobilrechner sind andere Neuerungen hochwillkommen. So ist das neue MacBook Air mit dem Fingerscanner Touch ID ausgestattet. Fester Bestandteil ist auch der T2-Chip mit der Secure Enclave, der bereits in den neuen Pro-Modellen Einzug gehalten hat: Alle hochempfindlichen Daten wie zum Beispiel Kreditkarten sind dort gespeichert. Ausserdem stelle der Chip sicher, dass kein Bit unverschlüsselt bleibe – und das gemäss Apple ohne Leistungseinbussen.

Jede Taste der Tastatur ist einzeln beleuchtet und wurde erneut überarbeitet. Das Trackpad ist nun ebenfalls dasselbe wie in den Pro-Modellen. Auf Druck wird es nicht wirklich «geklickt»; stattdessen sorge die Taptic Engine dafür, dass sich die Rückmeldung besser anfühle als jedes mechanische Trackpad.

Die Butterfly-Tastatur erreicht die dritte Generation Die Butterfly-Tastatur erreicht die dritte Generation

Auch die Innereien wurden auf den neusten Stand gebracht. So verbaut Apple im MacBook Air einen Dual-Core-Prozessor der achten Generation, also Intels aktuelle Serie. Neu sind bis zu 16 GB RAM und bis zu 1,5 TB SSD-Speicher erhältlich, wobei Letztere bis zum 60 Prozent schneller sein soll als bei vorherigen Modellen. Kleines, aber gefälliges Detail am Rande: Genau wie der Mac mini ist das Gehäuse komplett aus recyceltem Aluminium gefertigt.

Im günstigsten Fall kostet das MacBook Air 1399 Franken. In den USA liegt der Startpreis bei 1199 US-Dollar – und damit deutlich über der wichtigen 999-Dollar-Grenze.

Verfügbarkeit

Das MacBook Air kann ab sofort bestellt werden, die Auslieferung beginnt am 7. November.