Test: Lenovo Yoga 910

Das aktuellste Modell der Yoga-900er-Serie kommt mit einigen Neuerungen daher.

von Luca Diggelmann 16.06.2017

Direkt aus dem Katalog «Auffällige Scharniere 2017» stammt das Lenovo Yoga 910. Hier werden Bildschirm und Basis mit einem System verbunden, das mehr an eine Panzerraupe als an ein Notebook erinnert. Im Prinzip eine filigranere Umsetzung des Surfacebook-Scharniers.

Daher kommt der Name «Yoga» Daher kommt der Name «Yoga» © Lenovo

Kombiniert mit der Front aus Gorilla-Glas und einem schicken Keildesign macht das Yoga 910 definitiv eine Falle. Etwas irritierend ist der breite Rand auf der Unterseite des Displays. Dadurch wird die Taskleiste deutlich weiter oben angezeigt, als man sich das gewohnt ist. Zumindest in den ersten Stunden mit dem Gerät zielt man mit den Augen öfters daneben.

Das Innere variiert je nach genauem Modell ein wenig. Lenovo bietet diverse Varianten mit verschiedenen Prozessoren sowie Arbeitsspeicher und Nutzspeicher an. Die von uns getestete Variante bietet 16 GB RAM und einen Intel i7-7500U (Kaby Lake, 2,70 GHz, Zweikern). Dazu gibt es 512 GB SSD-Speicher, davon sind rund 450 GB freigegeben und rund 410 GB nach Abzug des Betriebssystems nutzbar. Als Grafikprozessor dient ein Onboard-Chip von Intel. Für Gamer natürlich nichts, aber zum Arbeiten und für den Multimediakonsum völlig ausreichend.

Der starken Leistung entsprechend ist der Preis von rund 1500 Franken zwar happig, aber durchaus gerechtfertigt. Schliesslich erhält man für sein Geld ein Spitzengerät mit hervorragender Verarbeitung und schickem Design.

Das neue Scharnier macht sich gut und wirkt stabil Das neue Scharnier macht sich gut und wirkt stabil © Lenovo

Für ein Convertible bietet das Yoga 910 fast alle wichtigen Anschlüsse. Strom wird dem Yoga 910 per USB-C zugeführt. Leider mit einem ordentlich grossen Stromadapter direkt am Stecker. Immerhin gibt es neben dem USB-C-Anschluss für den Strom noch einen zweiten Anschluss für externe Geräte und einen USB-A-Anschluss für ältere Peripherie. Dazu gibt es einen 3,5-mm-Audioanschluss für Fans von Musik und Apple-Witzen.

Was die Bedienung angeht, bewegt sich das Yoga 910 in der oberen Mittelklasse. Die Tastatur ist für ein Convertible absolut solid und angenehm. Gleiches gilt für das grosse Touchpad. Der Fingerabdrucksensor ist derzeit noch eher eine Investition in die Zukunft. Ausser einem vereinfachten Login am PC bringt dieser noch nicht allzu viel. Ob sich das ändert, liegt zu einem grossen Teil auch an den App-Anbietern, welche die Technologie unterstützen müssen. Etwas merkwürdig ist die Platzierung der Webcam am unteren Rand des Displays. Nicht gerade ein Winkel, der einen vorteilhaft aussehen lässt.

Der Fingerabdrucksensor wartet noch auf eine wirklich nützliche Anwendung Der Fingerabdrucksensor wartet noch auf eine wirklich nützliche Anwendung © Lenovo

Fazit

Unterm Strich ist das Lenovo Yoga 910 ein sehr solides Convertible, das vor allem mit seinem schicken Design und der starken Leistung überzeugt. Nachteile gibt es bei kleineren Dingen wie dem klobigen Stromadapter und dem breiten Bildrand an der Unterseite.


Lenovo Yoga 910

Positiv:
Verarbeitung, Leistung, Akkulaufzeit
Negativ:
Unterer Displayrand, Stromadapter
Details:
13,9 Zoll, IPS-Panel, 3840 x 2160 Pixel, Touch, Intel Core i7-7500U (2,7 GHz), 16 GB RAM, 512 GB SSD, Intel HD Graphics 620, 9:30 Min. Akkulaufzeit, USB-A 3.0, 2 x USB-C 3.1, 3,5 mm Audio, 1,38 kg
Strassenpreis:
Fr. 1499.–
Info:
lenovo.com
PCtipp-Bewertung:
4.5 Sterne

Leserwertung

Gut: 37.5%
Mittel: 62.5%
Schlecht: 0%