Im Test: UE Wonderboom

Ultimate Ears lanciert einen neuen USB-Lautsprecher. Dieser soll sogar im Wasser funktionieren. Was taugt die kugelförmige Box? PCtipp hat sie getestet.

von Florian Bodoky 26.04.2017

Das Volumen lässt sich auf dem Frontpanel verstellen Das Volumen lässt sich auf dem Frontpanel verstellen © UE

Wie alle UE-Lautsprecher fällt als Erstes die Aufmachung auf. Die runde, an eine Boccia-Kugel erinnernde Box ist in hellem Lila gehalten (gibts auch in anderen, nicht weniger grellen Farben). Unter einer Abdeckung versteckt sich ein USB-Port, an dem das USB-Kabel zwecks Ladung eingesteckt werden kann.

Auf der gummierten Oberfläche finden sich, neben einer Schleife zum Aufhängen, zwei Tasten, ein Power-Button und ein Bluetooth-Knopf, um sich mit dem Smartphone oder (mittels App) mit weiteren Wonderbooms zu verbinden. Dieses Feature kennt man bereits von den anderen UE-Lautsprechern. An der Front des Geräts finden sich ein grosses Plus- und Minus-Icon für die Lautstärkeregelung. Allerdings funktioniert dies auch tadellos auf dem Smartphone.

Ansonsten ist die Wonderboom ein All-over-Speaker, sorgt also für gleichmässigen 360-Grad-Sound. Dank nur gut 400 Gramm Gewicht und knapp 10 Zentimetern Durchmesser ist sie total mobil. Ein weiteres Merkmal ist die IPX-7-Zertifizierung, die für Wasserfestigkeit sorgt. Dabei sprechen wir nicht von Spritzschutz oder ein paar Regentropfen – sondern vom Betrieb im Wasser. Selbst auf der Verpackung ist die Wonderboom im Schwimmbad zu sehen.

Starker Bass, schwächelnde Höhen

Die UE Wonderboom ist sehr einfach einzurichten und funktionierte im Test zuverlässig: Am Ausgabegerät (also Handy, Tablet o.ä.) Bluetooth aktivieren, auf der angeschalteten Wonderboom auf Koppeln drücken, auf dem Handy Wonderboom auswählen – fertig ist die Laube. Wenns bei einer Box bleibt, klappt das sogar ohne App. Gibt es mehrere Speaker, die synchron die gleiche Melodie abspielen sollen, dann brauchts dazu die UE-App (kostenlos für Android und iOS), mit der die Speaker untereinander gekoppelt werden können. Die Akkuleistung hat bei uns im Test 9 Stunden und 40 Minuten durchgehalten. Dies entspricht der Herstellerangabe (10 Stunden).

Hinter der Abdeckung befindet sich ein USB-Port Hinter der Abdeckung befindet sich ein USB-Port © UE

Der Sound des kleinen Eis ist solide. Auch grössere Räume vermag der UE Wonderboom auszufüllen, hat Kraft und klaren Sound. Der Bass ist für so einen Winzling ebenfalls gut. Positiv überrascht hat auch uns die Musik im Wasser. Nachdem wir das Teil todesmutig in die volle Badewanne geworfen haben, hat es frisch fröhlich weitergedudelt, freilich mit weniger Fülle als im trockenen Element. Etwas weniger gefallen hat uns das sanfte, aber klar hörbare Flirren bei hohen Tönen – auch bei Lossless-Formaten, was darauf hindeutet, dass es kein Low-Bitrate-Problem ist.  

Fazit

Die UE Wonderboom ist ein unkomplizierter, kompakter, qualitativ hochwertiger Bluetooth-Speaker mit Multi-Device-Funktion. Er eignet sich prima für eine kleine Outdoor-Grillparty. Für Feste, auf denen die Musik eher im Mittelpunkt steht, empfiehlt sich aber der Griff zur ca. 50 Franken teureren, zylinderförmigen UE Boom 2.

UE Wonderboom

Positiv:
Simplizität, Bass, Akku
Negativ:
Flirrende Höhen
Details:
Frequenzbereich 80 Hz bis 20 kHz, 86 dB Schalldruckpegel, 425 g, wasser- und staubdicht IPX7
Strassenpreis:
Fr. 109.–
Info:
ultimateears.com
PCtipp-Bewertung:
4.5 Sterne

Leserwertung

Gut: 75%
Mittel: 0%
Schlecht: 25%