Im Test: Netgear Orbi AC2200

Mit dem Einsteiger-Set von Netgear soll das komplette Haus vernetzt werden. Ob das gelingt, lesen Sie hier.

von Daniel Bader 31.07.2018

Solider Speed, einfaches Handling: Netgear Orbi AC2200 Solider Speed, einfaches Handling: Netgear Orbi AC2200 © Netgear

Mit dem Starter-Set Netgear Orbi AC2200 lanciert der Netzwerkprofi Netgear sein kleinstes Orbi-Starter-Set. Es besteht aus der Basis (RBR20) und einer Satelliten-Box (RBS20), lässt sich aber theoretisch um maximal 250 weitere Orbi-RBR20 aufstocken. Prädestiniert ist das Set, so der Hersteller, für den kostengünstigen Einstieg, um im Haus oder in der Wohnung auch in den letzten Winkel ein leistungsfähiges Netzwerk aufzuspannen. Die Reichweite gibt der Hersteller mit bis zu 250 Quadratmetern an. So soll das Set leistungsstark genug sein, um 4K-Filme zu streamen oder auch um Material in HD-Auflösung über das Netzwerk abzuspielen.

Ausstattungsseitig verfügen beide blumenvasenähnlichen Geräte über je zwei Gigabit-Ethernet-Ports, wobei der RBS20-Satellit beide als reine Gigabit-Variante ausführt. Die Basis kommt mit einem Gigabit-Port und einer WAN-Buchse, die sich mit dem Modem respektive Router verbinden lässt. Weiter zum Lieferumfang gehören zwei Stromadapter sowie ein flaches Ethernet-Kabel, um die Basis mit dem Router zu verbinden. Temposeitig spannen die beiden Mesh-Router insgesamt drei Frequenzbänder auf, weshalb der Hersteller auch von einem Triband-Mesh-Router-System spricht. Benutzt werden hierbei zwei 5-GHz- (1. und 2. Band: 866 Mbit/s) und ein 2,4-GHz-Band (400 Mbit/s). Summa summarum erreicht das Orbi-Set folglich einen Bruttobandbreiten-Peak von 2133 Mbit pro Sekunde.

Das Besondere: Das Orbi AC2200 benutzt das erste der schnellen 5-GHz-Frequenzbänder, um einen möglichst schnellen und reibungslosen Datenverkehr zwischen den beiden und bei Bedarf weiteren Orbi-Geräten zu gewährleisten. In jedem der beiden Netzwerkgeräte, die im Übrigen Multiple-Mimo-tauglich (MU-MIMO) sind, verpflanzt Netgear vier interne Antennen. Die Idee dahinter: Greifen mehrere Endgeräte auf das Orbi-Set zu, können Anfragen und entsprechend Daten simultan empfangen, verarbeitet und wieder versendet werden, was das Tempo im gesamten Netzwerk hochhält. Im Gegensatz zum grossen Bruder, dem RBK50-Set, fehlen dem RBK20 USB-Ports, an die man einen externen Speicher oder einen USB-Drucker anschliessen könnte.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Stabiler Speed, Fazit und Bewertung

Stabiler Speed

Die Inbetriebnahme ist sehr einfach und schnell erledigt. Im ersten Schritt wird die kostenlose Orbi-App auf das Smartphone, entweder als Android- oder iOS-Variante, heruntergeladen. Danach empfiehlt es sich, das bestehende Modem kurz von der Stromversorgung zu trennen und die Orbi-Basis mit dem Modem-Router an einem freien Ethernet-Port über das Flachbandkabel anzuschliessen. Wichtig: Ist WLAN im bestehenden Netzwerk bereits vorhanden, muss auch dieses kurzzeitig deaktiviert werden. Damit wird sichergestellt, dass sich das Orbi-System nicht an das vorherige Funknetzwerk ankoppelt, sondern sich sein eigenes Mesh-Netzwerk aufbaut. Läuft nach dem Einschalten der beiden Boxen alles glatt, ist die Verbindung innert weniger als einer Minute hergestellt, womit Orbi in Betrieb genommen ist.

Sichtbar ist die erfolgreiche Installation an der Oberseite jeder Box durch einen in Weiss leuchtenden Ring. Mithilfe der Orbi-App kann das Mesh-System im zweiten Schritt individuell angepasst werden. Das Hauptmenü ist dazu in diverse Buttons unterteilt. Die wichtigsten: Mit dem «Speed Test» lässt sich das Tempo im Mesh-Netzwerk überprüfen, die «Geräteliste» zeigt an, welche Clients auf das Mesh-Netzwerk zugreifen. Unter «Gastnetzwerk» kann eine weitere SSID-Netzwerkkennung aktiviert werden, um ein vom übrigen Netzwerk getrenntes WLAN bereitzustellen. Dabei ist die Vorgehensweise immer assistentengeführt. Zum Tempo und der Reichweite: Mit den beiden Orbi-Boxen konnten im Test zwei komplette Stockwerke (ca. 220 Quadratmeter) per Netzwerk abgedeckt werden. Dabei sank die Verbindung nie unter 75 Megabit pro Sekunde. Je nach Standort und Empfangsqualität wechselte die Funkzelle automatisch, um den Benutzer mit dem bestmöglichen Signal zu versorgen. Damit liessen sich problemlos drei 4K-Streams parallel und ruckelfrei streamen.

Fazit

Orbis AC2200-Set ist eine leistungsfähiges und einfach zu installierendes Mesh-Router-Kombi. Vor allem auch aufgrund des günstigen Preises und der Skalierbarkeit kann das Starter-Set gefallen.

Netgear Orbi AC2200

Positiv:
Speed, Handlung
Negativ:
Keine USB-Ports
Details:
Triband-Mesh-Router-Starter-Set, 1 × Basis (RBR20), 1 × Satellit (RBS20), pro Gerät 2 × 5 GHz (866 Mbit/s) und 2,4 GHz (400 Mbit/s), je 2 × Gbit-LAN pro Gerät, Orbi-App, 2 Jahre Bring-in-Garantie
Strassenpreis:
Fr. 269.–
Info:
brack.ch
PCtipp-Bewertung:
4.5 Sterne

Leserwertung

Gut: 100%
Mittel: 0%
Schlecht: 0%