Flyer-Check: MediaMarkt lässt die Preise purzeln

MediaMarkt ruft tiefe Preise für Geräte aus. Aber was davon ist ein gutes Angebot, was ist Bauernfängerei? PCtipp prüft.

von cm, db, lpd, sgr 10.08.2018

Bitte bedenken Sie, dass es sich hierbei meist um zeitlich und in ihrer Stückzahl begrenzte Angebote handelt. Sie finden die Angaben über den Abverkauf auf der jeweiligen Seite der Produkte in diesem Flyer-Check.

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Flyer-Check 1: Canon EOS M6

Punkten kann die Canon EOS M6 vor allem mit einer soliden Bauweise Punkten kann die Canon EOS M6 vor allem mit einer soliden Bauweise © Canon

Was: Canon EOS M6 (Systemkamera)

Wo: in verschiedenen MediaMarkt-Filialen und unter www.mediamarkt.ch

Wann: ab sofort bis zum 19. August 2018, solange Vorrat reicht

Preis: Fr. 749.–

Die Ausstattung

  • Systemkamera
  • CMOS-Sensor mit 24,2 Megapixeln
  • ISO: 100–25'600
  • Anschlüsse: 1 × Hi-Speed USB (Micro-USB-Stecker)
  • Speicherkarten-Typen: SD, SDHC, SDXC
  • Videoqualität: Full HD, HD, VGA
  • Videoformat: MP4
  • Masse (B/H/T): 11,2 × 6,8 × 4,5 cm
  • Gewicht: 390 g

Express-Check: Ist ein Spiegel in der Kamera, ist Canon Spitzenklasse. Ohne Spiegel sieht es weniger rosig aus. Auch die EOS M6 kann mit vergleichbaren Modellen von Herstellern wie Fujifilm oder Sony nicht mithalten. Schlecht ist die Kamera keineswegs und das MediaMarkt-Angebot von rund 750 Franken mit zwei Objektiven ist durchaus eine Kampfansage. Allerdings sollte man seine Erwartungen etwas im Zaum halten. Gerade das Objektivangebot der Canon-M-Serie ist eher mässig und die mitgelieferten Objektive dieses Bundles gehören zur unteren Qualitätsstufe. Punkten kann die Kamera vor allem mit einer soliden Bauweise und einem guten Autofokus. 

Fazit: Wer keinen besonderen Wert auf möglichst perfekte Bildqualität legt, sondern einfach ein günstiges, flexibles Set als Smartphone-Upgrade sucht, kann beruhigt bei der Canon EOS M6 zugreifen. Wer jedoch einen ernsthafteren Einstieg in die Fotografie sucht, ist mit anderen Systemen besser bedient. Interessant ist der Kamera-Body auch für etablierte Canon-Fotografen, allerdings als Body-only-Variante mit einem Adapter für Canon-EF-S-Objektive.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Samsung Galaxy S7 Edge

Flyer-Check 2: Samsung Galaxy S7 Edge

Das Galaxy S7 Edge von Samsung ist nicht mehr taufrisch Das Galaxy S7 Edge von Samsung ist nicht mehr taufrisch © Samsung

Was: Samsung Galaxy S7 Edge, 32 GB, schwarz

Wo: in jeder MediaMarkt-Filiale und unter www.mediamarkt.ch

Wann: ab sofort bis zum 19. August 2018, solange Vorrat reicht

Preis: Fr. 507.–

Die Ausstattung

  • Display: 5,5" (13,95 cm)
  • Arbeitsspeicher: 4 GB
  • Interner Speicher: 32 GB
  • Speicherkarten: microSD
  • Kamera: 2560 × 1440 Pixel/Dual-Pixel-Sensor/ƒ1.7-Objektiv
  • Prozessor: Exynos Octa Core 8890
  • Akku: 3600 mAh
  • Kabelloses Laden: ja
  • Video: 4K
  • Betriebssystem: Android 6.0.1 (Marshmallow)

Express-Check: Mistet MediaMarkt das Lager aus? Da mittlerweile das Galaxy S9 und das S9+ erhältlich ist, sinkt die Attraktivität dieses einstmals interessanten Geräts. Wir hatten damals das kleinere Modell, das S7, getestet.

Die Akkulaufzeit bleibt ungefähr gleich: 3600 mAh (S7 Edge) vs 3000 mAh (S9) bzw. 3500 mAh (S9+). Der Speicher beläuft sich beim S7 Edge auf 4 GB RAM. Zum S9 ändert sich da nichts, aber das S9+ bietet 6 GB RAM. Mit Speichererweiterung (MicroSD) bis zu 400 GB (beide S9). Zum Vergleich: Die MicroSD beim S7 Edge bietet bis zu 200 GB.

Wer gerne ein kleineres Handy haben möchte, fährt mit dem S7 Edge gut (14,2 × 6,9 × 0,7 cm). Das S9+ beispielsweise misst 15,8 × 7,4 × 0,8 cm. Das Betriebssystem bedeutet: Android Oreo auf dem S9 vs. Marshmallow auf dem S7 Edge. In unserem Praxistest kamen wir zum Schluss, dass Google bei Oreo an vielen Details gefeilt hat. Das sind im Wesentlichen die Einstellungen, die besser gruppiert sind. Unter der Haube hat Google aber deutlich an der Performance geschraubt. Einzelne Apps legen sich öfter schlafen, wenn deren Betrieb nicht zwingend erforderlich ist. Das macht sich vor allem in leicht besseren Standby-Laufzeiten bemerkbar. 

Wer gerne mit seiner Smartphone-Kamera fotografiert, sollte sich für das S9/S9+ entscheiden. Samsung spendierte dem S9/S9+ eine innovative Kamera-Linsentechnik, die wie beim menschlichen Auge den Lichteinfall zum Sensor vergrössert oder verkleinert. Zum Vergleich: Das S7 Edge verfügt über einen Dual-Pixel-Sensor der DSLR-Klasse und soll ebenso schnell wie das menschliche Auge fokussieren.

Augmented Reality AR und Slo-Mo-Videos sind weitere Optionen, die man beim S7 Edge nicht hat.

Fazit: Ein grossartiges Angebot sieht anders aus. Doch ein kurzer Preisvergleich zeigt, dass das schwarze Modell anderswo noch etwas teurer ist. Dieses Handy ist für jene, die nicht immer das neuste Modell haben möchten (also ein noch älteres Smartphone haben), ein vernünftiges Upgrade zu einem soliden Preis. Allen anderen ist es nicht zu empfehlen.

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Korrektur/Update: Leider hat sich hier bei uns ein Fehler eingeschlichen. Der 30%-Outlet-Preis wird erst noch abgezogen. Das heisst, legt man den Artikel in den Warenkorb, kostet dieses Samsung Galaxy S7 Edge nur noch Fr. 354.90. Wir entschuldigen uns für dieses Versehen.

Derzeit ist das S7 Edge auf der MediaMarkt-Seit als online ausverkauft hinterlegt (Stand: 13. August 2018/14:51 Uhr).

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Flyer-Check 3: Acer Aspire VN7-592G-7783

Zwar nicht ganz billig, dafür aber leistungsstark: Acer Aspire VN7-592G-7783 Zwar nicht ganz billig, dafür aber leistungsstark: Acer Aspire VN7-592G-7783 © Acer

Was: Acer Aspire VN7-592G-7783

Wo: in verschiedenen MediaMarkt-Filialen und unter www.mediamarkt.ch

Wann: ab sofort bis zum 19. August 2018, solange Vorrat reicht

Preis: Fr. 1619.–

Express-Check: Bei diesem MediaMarkt-Angebot kann der Preis, bezogen auf die Ausstattung und Leistungsfähigkeit des Desktop-Ersatzmodels, von veranschlagten 1619 Franken gefallen: Das 17,3-Zoll-Notebook wiegt lediglich 2,3 kg, kommt mit einem reflexionsarmen Bildschirm, der mit Full HD auflöst (Bilddiagonale: 39,6 cm, 1920 × 1080 Pixel). Dem Vierkernprozessor vom Typ Core i7-6700HQ (max. 3,5 GHz, 6 MB Cache, Hyperthreading, «Skylake»-Chipsatz) stehen 32 GB RAM (!) und ein 512 GB grosser SSD-Datenträger zur Seite. Spiele werden mit der im Notebook verbauten GeForce-GTX-960M-Grafikkarte mit 4 GB Videospeicher beschleunigt. Bei dieser separaten 3D-Einheit handelt es sich um einen noch ordentlichen Mittelklasse-Chip für Games. Datensammler dürfen sich hingegen beim Kauf dieses Laptops auf ein zweites, integriertes HDD mit einer Kapazität von 1 Terabyte freuen. Ebenso zur Grundausstattung gehören die Funk-Breitbandverbindungen Bluetooth und WLAN-AC. Bezüglich der erweiterten Konnektivität sind als Highlights zwei USB-3.0-Ports sowie je eine HDMI- und Gbit-LAN-Schnittstelle beim Windows-10-Laptop verbaut. Die Akkulaufzeit wird mit bis zu 6 Stunden vom Hersteller Acer angegeben. Dabei handelt es sich jedoch um einen Maximalwert, der in der Praxis auf etwa die Hälfte schrumpfen dürfte. 

Fazit: Zwar nicht ganz billig, dafür aber leistungsstark. Wer mit dem Gedanken liebäugelt, sich statt eines Desktop-PCs ein schlankes Notebook zu kaufen, das man elegant zuklappen und in der Schublade verstauen kann, findet mit Acers Aspire VN7-592G-7783 eine sinnvolle Alternative.

Tipp: Vor einem Kauf das Notebooks (oder eines baugleichen Geräts) sollte man das Acer Aspire VN7-592G-7783 im MediaMarkt anschauen und den Bildschirm sowie die Tastatur überprüfen. Bitten Sie den Verkäufer, mit ihm gemeinsam das Gerät zu inspizieren. 

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Korrektur/Update: Leider hat sich hier bei uns ein Fehler eingeschlichen. Der 30%-Outlet-Preis wird erst noch abgezogen. Das heisst, legt man den Artikel in den Warenkorb, kostet dieses Acer Aspire VN7-592G-7783-Notebook nur noch Fr. 1133.30 Franken. Wir entschuldigen uns für dieses Versehen.

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