Wird mein iPhone immer langsamer?

Wird das iPhone wirklich mit jedem iOS-Update langsamer? Die Benchmark-Profis von Futuremark wollten der Sache einmal genauer auf den Grund gehen.

von Simon Gröflin 11.10.2017

Wann immer ein iOS-Update rauskommt, zögern einige Anwender, die noch mit einem älteren iPhone bestückt sind. Es hält sich das Gerücht, dass Apple-Telefone nach jedem Update langsamer werden. Als ziele Apple darauf ab, Anwender zum Kauf eines neuen iPhones zu bewegen. Trifft das zu oder ist das bloss eine Art «Verschwörungstheorie»? Futuremark, der Hersteller des Benchmarks 3DMark, wollte der Sache einmal nachgehen. In einem aufwendigen Test wurden die Performance-Daten von sieben iPhone-Modellen (seit iPhone 5s) verglichen, die unter verschiedenen iOS-Versionen (iOS 9, iOS 10 und iOS 11) ihren Dienst verrichten mussten.

Bilanz der Futuremark-Tester: Die iPhone-Performance verschlechtert sich bei neuen iOS-Versionen nicht Bilanz der Futuremark-Tester: Die iPhone-Performance verschlechtert sich bei neuen iOS-Versionen nicht © Futuremark

Performance verändert sich nur marginal

Mit dem firmeneigenen Benchmark wurden CPU- und Grafik-Leistung gemessen. Das Ergebnis: Die Messunterschiede veränderten sich unter allen drei iOS-Versionen praktisch gar nicht. Hunderttausende Messungen sollen für diesen Vergleich sprechen, in denen lediglich eine marginale Abweichung von einigen Prozent ausgemacht werden konnte.

Futuremark kommt zum Fazit, dass Apple einen guten Job dabei verrichte, auch ältere iPhones unter Beibehaltung eines konsistenten Performance-Levels mit Updates zu versorgen. Berücksichtigen müsse man, dass neuste Apps auf älteren Smartphones nicht immer schnell genug laufen. Umgekehrt können ältere Apps natürlich nicht mehr ihr volles Potenzial auf neuen iPhones entfalten und daher einen trägen Eindruck erwecken.