Patch gegen Spectre: Nvidia-Nutzer sollten aktualisieren

Nvidia veröffentlicht neue Treiber, die zusätzlich gegen Spectre-Angriffe abdichten. Das Einspielen sollte nicht zu lange hinausgezögert werden.

von Simon Gröflin 11.01.2018

Die neusten Nvidia-Treiber-Updates sollten nicht zu lange hinausgezögert werden, weil diese gegen eine Reihe von Meltdown-Anfälligkeiten schützen. Für Consumer steht die neuste Ausgabe 390.65 für die Karten der GeForce-Serie 400, 500, 600, 700, 900, GeForce 1000 und Nvidia Titan zum Download bereit. Auch Linux-Nutzer sollten auf die jüngsten Sicherheitspatches aktualisieren. Diese stehen sowohl in 32-Bit- und 64-Bit-Fassungen (GeForce 384.111) bereit.

Die neusten Treiber für Nvidia-Karten sollten gleich installiert werden Die neusten Treiber für Nvidia-Karten sollten gleich installiert werden © Screenshot / PCtipp

Darüber hinaus wurden auch Updates für die Workstation-Grafikkarten der Quadro-, NVS- und Tesla-Reihe nachgereicht. Nvidia zufolge sind die bisherigen Treiber für Spectre-Angriffe anfällig. Die neusten Treiber sollten gegen drei der von Google entdeckten Lücken schützen. Nvidia wird aber noch weitere Updates bereitstellen. Für das dritte Angriffsszenario (CVE-2017-5754, Meltdown) sind die Nvidia-Karten nicht anfällig. Nvidia-Anwender sollten daher nicht zu lange warten und auch diese Updates so schnell wie möglich einspielen, um ihre Systeme zusätzlich zu wappnen.

Aus Meltdown und Spectre ergeben sich mehr als ein Dutzend Angriffsvektoren, die es Angreifern ermöglicht, sensible Speicherbereiche der Prozessoren auszulesen. Zahlreiche Hersteller sind im Moment daran, neuste Patches zu veröffentlichen. Intel verspricht, auf Hardware-Ebene noch diesen Monat Firmware- und Microcode-Updates bereitzustellen.