Mozilla arbeitet an Sprachassistent für das Smart Home

Eine erste experimentelle Version der Lösung ist bereits in Mozillas IoT-Plattform «Things Gateway» enthalten.

von Stefan Bordel 06.08.2018

Bislang führt bei der sprachgesteuerten Heimautomatisierung kein Weg an Alexa oder dem Google Assistant vorbei. Jetzt will Mozilla mit einem eigenen Sprachassistenten eine freie Alternative für das Smart Home bereitstellen. Über Version 0.5 von Mozillas IoT-Plattform «Things Gateway» ist schon eine experimentelle Variante der Lösung verfügbar.

Aktuell ist der Sprachassistent standardmässig noch deaktiviert, in den Einstellungen von Things Gateway lässt sich die Funktion allerdings unter dem Menüpunkt Smart Assistant UI aktivieren. In der jetzigen Version soll die Lösung in der Lage sein, ein rudimentäres Basisset an Befehlen zu verstehen und auszuführen. Hierzu zählt etwa das Anschalten und Dimmen von Lampen. Die Kommandoeingabe erfolgt wahlweise per Sprachbefehl oder Tastatur.

Neue Funktionen in Things Gateway 0.5

Die Rules Engine erlaubt nun auch die Definition komplexer Ereignisse Die Rules Engine erlaubt nun auch die Definition komplexer Ereignisse © hacks.mozilla.org/Screenshot

Neben dem smarten Assistenten hat Mozillas IoT-Plattform in Version 0.5 noch viele weitere neue Funktionen erhalten. So wurde in dem Release etwa die Rules Engine zur Heimautomatisierung überarbeitet. Diese unterstützt nun die Definition komplexer Ereignisse zum Auslösen bestimmter Aufgaben. Beispielsweise ist hier ein Szenario denkbar, in dem eine Lampe beim manuellen Einschalten zu einer bestimmten Uhrzeit automatisch auf einen vordefinierten Wert gedimmt wird.

Eine weitere Neuerung betrifft die interaktive Grundrissansicht. Hier kann nun auch der Status der einzelnen Geräte eingesehen werden. Ausserdem lässt sich das Smart Home auch direkt von dieser Ansicht aus steuern.

Wer die freie IoT-Lösung von Mozilla selbst einmal testen möchte, benötigt als Basis für das Things Gateway einen Raspberry Pi 3 mitsamt den jeweils erforderlichen Peripheriegeräten (Mikrofon, USB-Dongles zur Kommunikation mit IoT-Geräten und dergleichen).