Diese spannenden Neuerungen erhält Google Maps 2018

Der Kartendienst von Google wird immer mächtiger. So soll es nächstes Jahr auch eine Navigation innerhalb von Gebäuden geben und mehr Warnungen im Nahverkehr.

von Simon Gröflin 13.12.2017

Android Police hat die neuste Google-Maps-Beta-APK-Datei in der Version 9.68 für Android seziert und ist dabei auf ein paar absolut spannende Features gestossen. So will der Suchmaschinenkonzern künftig seinen Kartendienst mit auffälligeren Indoor-Navigationen anreichern und beim Nahverkehr schnellere Infos in Echtzeit liefern, damit Pendler wissen, wann sie umsteigen müssen.

Mehr Indoor-Informationen

Richtig spannend wird es bei der Gebäudenavigation. Google investiert schon seit Jahren sukzessive in ein präzises Indoor-Mapping. Kombiniert mit Bluetooth-Täfelchen (sogenannten «Beacons») und WLAN-Informationen können sich beispielsweise sehbehinderte Menschen in Flughäfen führen lassen. Der Suchmaschinenkonzern bietet sowohl in der iOS- als auch in der Android-App schon seit geraumer Zeit grosse Gebäudekarten zu Flughäfen und Museen oder Einkaufszentren an. Nun will Google die Indoor-Informationen prominenter in der App hervorheben. Wie ein Screenshot von Android Police zeigt, wird der mobilen Karten-App dazu offenbar extra ein eigener Reiter gewidmet, um auf die zusätzlichen Ortsinformationen aufmerksam zu machen. Bis anhin wussten nur wenige Nutzer, dass man auch direkt auf der Karte in Gebäude hineinzoomen kann.

Innenansichten von Gebäuden werden bei Google Maps in Zukunft gleich eingeblendet Innenansichten von Gebäuden werden bei Google Maps in Zukunft gleich eingeblendet © Android Police

Weckdienst beim Umsteigen

Im Ausland und auch in der Schweiz funktioniert der ÖV-Routendienst mit den Umsteigeinformationen schon sehr zuverlässig. Nun will Google den Usern in Zukunft auch direkt einblenden, auf welcher Seite sie aussteigen müssen, was natürlich nicht ohne erweiterte Zugriffsrechte geschieht.

Gesichtet wurde in der Beta-APK zudem ein Warnhinweis für Autofahrer, der den Lenker eines Elektrofahrzeugs frühzeitig darauf aufmerksam macht, wenn ein Ziel ausserhalb der verbleibenden Restkapazität liegt. Wahrscheinlich misst dann Google Maps die seit der letzten Ladung gefahrenen Kilometer. Wie sich das der Suchmaschinist genau merken kann, geht aus den Hinweisen nicht hervor.

Bereits bekannt ist, dass Google demnächst einen Wecker in den Kartendienst integriert. Davon berichtete zuerst TechCrunch: Nutzer sollen demnach im Zug oder Bus bald – zum Wohl oder zum Trotz der anderen Passagiere – angesummt werden, wenn sie umsteigen müssen. Das soll sowohl in der App als auch bei gesperrtem Bildschirm möglich sein. Diese Funktion stehe schon kurz vor der Einführungsphase in allen Google-Maps-Versionen.

Google Maps mit 15 Planeten und Monden