Die besten Smartwatches

Was macht eine kluge Uhr aus? Was hat sich in diesem Jahr getan? PCtipp hat die besten Modelle getestet. Ausserdem werfen wir einen Blick in die Zukunft.

von Simon Gröflin 15.12.2016

GPS und Mobilfunk wird man in Zukunft wohl in zunehmend mehr Smartwatches antreffen. Voraussetzung dafür war die Entwicklung entsprechend kleiner und Strom sparender Chips. Dennoch bleibt die Akkulaufzeit weiterhin eine Knacknuss der Smartwatches. Auch der Trend hin zu mehr Bedienungsoptionen für Musik-Streaming-Apps wie Spotify ist erkennbar. Es würde nicht überraschen, wenn sogar die Smart-Home-Steuerung über die Smartwatch zusehends an Bedeutung gewinnt. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass Smartwatches weniger gut als erwartet laufen. Deshalb legen viele grosse Android-Wear-Hersteller eine Smartwatch-Pause ein. Denn der Verkauf bleibt weiterhin eine grosse Herausforderung. Vor allem Samsung und Apple haben diesen Herbst eine Neuauflage ihrer Top-Uhren herausgebracht. Wie es scheint, wollen dagegen grosse Hersteller wie LG, Lenovo und Huawei im Moment vor allem ihre Zielgruppe beobachten und deren Anforderungen neu bewerten, bevor sie eine weitere Smartwatch lancieren.

Was ist eine Smartwatch?

Wer sich noch an die Zeiten der Casio-Uhren erinnert: Mit der Zeit konnten Uhren immer mehr andere Funktionen ausüben, wie z.B. Zeit stoppen oder per IR-Sender den Fernseher steuern. Heute hat ein Smartphone doppelt so viel Rechenleistung wie Prozessoren in Satelliten. Es war nur eine Frage der Zeit, bis Kleinstcomputer auch fürs Handgelenk serienreif wurden. Eine Smartwatch verfügt heutzutage über ein eigenes Betriebssystem und kann selber kleine Apps ausführen, steht aber in der Regel immer via Bluetooth in Verbindung zum Smartphone.

Smartwatches werden edler (Bild: Huawei Watch) Smartwatches werden edler (Bild: Huawei Watch)

Braucht man überhaupt eine Smartwatch?

Dank einer schlauen Uhr entfällt ein regelmässiger Blick aufs Handy, weil die Benachrichtigungen dort ebenfalls eintrudeln. Ausserdem praktisch: Auf einer Computeruhr findet man meistens zahlreiche Ziffernblätter (Watch Faces) vor, die man bei Langeweile beliebig wechseln kann. Auch beim Autofahren gibt es Vorteile: Klingelt das Telefon, muss man ohne Freisprecheinrichtung nicht erst umständlich zum Handy greifen. Wichtig zu wissen: Der Funktionsumfang einer Computeruhr variiert abhängig von den verbauten Sensoren. Treibt man gerne Sport, ist ein Pulsmesser praktisch. Geht man gerne wandern, kann sich ein Barometer als vorteilhaft erweisen. Die Sprachsteuerung ist leider allgemein noch nicht so ausgereift. Einfacher Grund: Die Mikrofone sind noch zu klein und zu wenig gut.

Welches Smartphone brauche ich?

Haben Sie mindestens Android 4.4? Dann finden Sie derzeit die grösste Auswahl an Smartwatches vor. Diese Uhren funktionieren über die Android-Wear-Schaltzentrale. Samsung setzt bei der Gear S3 ebenfalls Android ab Version 4.4 voraus. Wenn Sie ein iPhone haben und dieses nicht so schnell beiseitelegen möchten, ist die Apple Watch ganz klar die bessere Wahl.

Auf den folgenden Seiten präsentieren wir Ihnen unsere Smartwatch-Favoriten

Apple Watch Series 2

Apple geht den eingeschlagenen Weg weiter und bietet mit der «Series 2» ein solides Update seiner Smartwatch. Auch Apples Neue arbeitet nur mit einem iPhone 5 oder neuer zusammen. Sie ist in zwei Grössen erhältlich (38 mm und 42 mm), wobei die grössere Ausgabe fast immer die richtige ist – auch für Frauen. Apropos: Die Apple Watch ist wohl die einzige Smartwatch, die am weiblichen Handgelenk gut aussieht.

Apple Watch, Series 2 Apple Watch, Series 2 © Apple, Inc.

Die Ausstattung:

  • Auflösung: 272 × 340 px (38-mm-Modell), 312 × 390 px (42-mm-Modell)
  • Prozessor: Zweikern-CPU
  • Arbeitsspeicher: 512 MB
  • Nutzspeicher: 8 GB
  • Akkulaufzeit: 18 Stunden (laut Hersteller)
  • Betriebssystem: watchOS 2.1
  • Gewicht: 50 g (42-mm-Serie, ohne Armband)
  • Sensoren: Dreh- und Beschleunigungssensoren, Pulsmesser
  • Besonderheiten: Saphirglas, Force Touch, GPS, Lautsprecher und Mikrofon
  • Preis: ab Fr. 419.–
  • Gesehen bei: www.apple.com/chde/watch

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Die zweite Generation widmet sich vor allem dem Feinschliff. Die Form ist dieselbe geblieben, doch im Innern hat sich einiges getan. So wurde der Hauptprozessor um rund 50 Prozent beschleunigt, was die Apps noch schneller macht. Auch das Display leuchtet jetzt doppelt so hell und erleichtert das Ablesen im Freien. Die sportbegeisterte Kundschaft wird sich am meisten über das neue GPS-Modul freuen: Es zeichnet die Strecke auch dann metergenau auf, wenn man ohne iPhone in Laufschuhen durch die Gegend hechelt; später kann diese Aufzeichnung auf dem iPhone von einer App ausgelesen und interpretiert werden. Die zweite Serie punktet auch im Wasser. Bis zu 50 Meter bleibt die Apple Watch wasserdicht – eine Tiefe, die von den meisten nur selten erreicht wird. Die Smartwatch eignet sich damit für den Schwimmsport; dank GPS-Modul bleibt das iPhone in der Kabine. Clever: Der offene Lautsprecher wird nach dem Auftauchen dazu verwendet, um das Wasser mit Schallwellen aus der Öffnung zu pusten.

10 gute Gründe für die Apple Watch

Fazit: Die Apple Watch ist und bleibt eine der besten Smartwatches. Vom GPS-Modul und der Wasserfestigkeit abgesehen, lohnen sich die neuen Modelle vor allem für Erstkäufer. Die Software ist auf der Series 1 dieselbe. Den ausführlichen Test lesen Sie hier.

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Samsung Gear S3

Samsung hat nachgelegt mit einer zweiten Version seiner Tizen-Uhr, die es in zwei Versionen (Classic und Frontier) ab 450 Franken gibt. Samsung hat im Moment im angespannten Smartwatch-Markt einen Vorteil: Dank dem eigenen Betriebssystem kann Samsung auch das Bedienkonzept nach seinem eigenen Konzept ausrichten.

Die Samsung Gear S3 ist nebst der Huawei Watch eine der besten Smartwatches, die es zurzeit gibt Die Samsung Gear S3 ist nebst der Huawei Watch eine der besten Smartwatches, die es zurzeit gibt © sgr / PCtipp

Die Ausstattung:

  • Display-Grösse: 1,3 Zoll (Super Amoled)
  • Auflösung: 360 x 360 Px
  • Prozessor: Zweikern-CPU (1,1 GHz)
  • Arbeitsspeicher: 768 MB
  • Nutzspeicher: 4 GB
  • Akkulaufzeit: 3 Tage (ohne Always-On-Bildschirm)
  • Betriebssystem: Tizen OS 2.31
  • Gewicht: 63 g (mit Armband)
  • Sensoren: Dreh- und Beschleunigungssensoren, GPS, Pulsmesser, Barometer
  • Besonderheiten: staubdicht und wasserfest (IP68), Lünette, Mikrofon, Lautsprecher
  • Preis: ab Fr. 429.– (Classic und Frontier)
  • Gesehen bei: brack.ch

Samsung Gear S3 im Test

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Analoguhren-Fans werden bei diesem Sound zweimal hinhören: Das kaum hörbare Klicken beim Drehen der Lünette vermittelt die Dezenz einer echten mechanischen Uhr. Der Drehring dient weiterhin zur Aufnahme beliebter Widgets wie des Pulsmessers oder Kalenders. Gleichzeitig fungiert die Lünette wieder als Rotationsschalter für die zirkular angeordneten App-Symbole aller Anwendungen, die man rechts unten über die Haupttaste aufruft. Was wir an den seitlichen Tasten dennoch sehr lobenswert finden: Sie sind so angeordnet, dass man mit der oberen Handfläche wirklich nie damit in Berührung kommt. Die Samsung-Gehilfin, die Sprachbefehle entgegennimmt, kann man übrigens auch mit den Worten «Hey Gear» jederzeit herbeikommandieren, statt zweimal den Knopf zu drücken. Der scharfe und blickwinkelstarke Super-Amoled-Bildschirm mit seiner Auflösung von 360 x 360 Pixeln überzeugte uns im Alltag. Er ist einiges lichtdurchlässiger und reflektiert zu keiner Zeit. Bei der Akkulaufzeit sind aber doch nicht ganz vier Tage möglich. Bei mittlerer Leuchtkraft muss auch die Gear S3 bei ständig aktivem Uhren-Display nach knapp anderthalb Tagen an die Ladeschale. Den ganzen Test gibt es hier zum Nachlesen.

Fazit: Samsungs Gear S3 ist die ausgereifteste Smartwatch für Android-Smartphones, die wir bis jetzt vor uns hatten. Das Gesamtpaket der 430-Franken-Uhr stimmt: Alleinstellungsmerkmale sind das lichtdurchlässige und farbreiche Display, die genauen Sensoren, die präzise Bedienung und vor allem eines: die vielseitigen Fitnessfunktionen!

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Huawei Watch

Eine Augenweide bei der Huawei Watch ist das Gehäuse aus mehrfach beschichtetem, rostfreiem Edelstahl. Beim Schutzglas setzt Huawei wie Apple auf ein kratzfestes Sapphire-Crystal-Glas. Die Huawei Watch dürfte irgendwann nächstes Jahr auch das neuste Android Wear in der Version 2.0 erhalten. PCtipp hat Mitte Jahr schon einen ersten Blick in das kommende Uhrenbetriebssystem reingeworfen (siehe Bildergalerie unten). Gerade eben ist die vierte Preview-Version erschienen. Inzwischen kostet die Version mit Lederarmband nur noch 255 Franken. Vor einem Jahr war die Edle aus China gut einen Hunderter teurer.

Android Wear 2.0: Mit Drehbewegungen des Handgelenks können neuerdings Benachrichtigungen durchgeblättert werden, ohne das Uhren-Display berühren zu müssen. Welche weiteren Uhren das neue Android Wear erhalten, hat Google noch nicht verraten.

Android Wear 2.0 im Detail

Die Ausstattung:

  • Display-Grösse: 1,4 Zoll (Amoled)
  • Auflösung: 400 x 400 Px
  • Prozessor: Vierkern-CPU (1,2 GHz)
  • Arbeitsspeicher: 512 MB
  • Nutzspeicher: 4 GB
  • Akkulaufzeit: 2 Tage
  • Betriebssystem: Android Wear Marshmallow
  • Besonderheiten: staubdicht und wasserfest (IP67), Sapphirglas, Mikrofon, Lautsprecher
  • Sensoren: Dreh- und Beschleunigungssensoren, Pulsmesser, Barometer
  • Preis: ab Fr. 255.–
  • Gesehen bei: microspot.ch

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Mit einem Gewicht von gemessenen 59 Gramm ist die Uhr zusammen mit dem Lederarmband nur minim schwerer als die grosse Tag Heuer Connected (52 Gramm). Ideal ist die Grösse des 42-mm-Gehäuses für mittelschlanke Handgelenke. Nebst dem Herzfrequenzsensor und dem Bewegungssensor ist auch ein Barometer enthalten. Die Bedienung ist insgesamt sehr flüssig. Schaltet man die Uhr über Nacht aus, reicht die Batterie sogar für knapp zwei Tage. Dank Lautsprecherunterstützung und neustem Software-Update ist es nun auch möglich, Anrufe auf der Uhr entgegenzunehmen oder Musik zu hören (zum Onlinetestbericht).

Edles aus China: Die Huawei Watch Edles aus China: Die Huawei Watch © PCtipp

Fazit: Der Hersteller hat sich bei der Verarbeitung der Huawei Watch viel Mühe gegeben. Die Akkuleistung verdient ein grosses Lob! Display und Software setzen aber keine neuen Massstäbe.

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LG Watch Urbane 2nd Edition

LGs Watch Urbane 2nd Edition ist die erste Android-Uhr mit direkter Mobilfunkanbindung. So kann man mit der Neuauflage auch ohne Handy telefonieren. Ausser GSM und UMTS wird ebenfalls LTE abgedeckt. Auch dieses Smart-Device wird ganz gewiss Android Wear 2.0 im nächsten Jahr erhalten, weil man darauf ebenfalls sämtliche Vorschauversionen testen kann.

Eine gelungene Uhr von LG: die LG Watch Urbane 2nd Edition Eine gelungene Uhr von LG: die LG Watch Urbane 2nd Edition © sgr / PCtipp

Die Ausstattung:

  • Display-Grösse: 1,38 Zoll (P-OLED)
  • Auflösung: 480 x 480 px
  • Prozessor: Vierkern-CPU (1,2 GHz)
  • Nutzspeicher: 4 GB
  • Akkulaufzeit: 2 Tage
  • Betriebssystem: Android Wear Marshmallow
  • Sensoren: Dreh- und Beschleunigungssensoren, Kompass, Barometer
  • Preis: ab Fr. 482.–
  • Gesehen bei: pcp.ch

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Die edle Smartwatch von Smartwatch hat ein rundes Display, das gegenüber dem Vorgänger leicht vergrössert wurde: Es ist von 1,3 Zoll auf 1,38 Zoll angewachsen. Die Auflösung von 320 × 320 Pixeln hat LG auf 480 × 480 angehoben. Das ist sehr scharf. Die verdichteten Bildpunkte tragen natürlich zu einer Top-Helligkeit bei. Was ebenfalls gut gefällt: Das Display reflektiert bei Sonnenlicht weniger stark als bei anderen Uhren. Ansonsten hat sich, abgesehen vom etwas stärkeren Akku (570 mAh statt 410 mAh) und dem leicht vergrösserten Arbeitsspeicher (768 MB statt bisher 512 MB), nicht viel gegenüber dem Vorgänger geändert. Als Prozessor ist weiterhin ein Qualcomm Snapdragon 400 dabei, der für gute Performance sorgt. Auch Flash-Speicher gibt es wie bis anhin 4 GB. Das ist mehr als genug. Eine Seltenheit bei Android Wear: Die LG Watch hat sogar zwei seitliche Hardware-Buttons und eine Krone. Die Uhr ist sehr gross, aber nicht so wuchtig, dass sie sich unbequem anfühlt. An einem normalen Männerarmgelenk ist sie mit ihrem Durchmesser von 44,5 Millimetern noch passabel. Die Smartwatch ist wasserdicht gemäss IP67 – für bis zu 30 Minuten bei 1 Meter Wassertiefe. Sie kommt auf gut zwei Tage Akkulaufzeit. Einen ausführlichen Onlinetestbericht finden Sie hier.

Auch die LG Watch Urbane 2nd Edition hat was Edles an sich Auch die LG Watch Urbane 2nd Edition hat was Edles an sich © sgr / PCtipp

Fazit: Bei der LG-Uhr überzeugen das sehr scharfe und helle Display, die Performance, das Mobilfunkmodul und die Top-Akkulaufzeit. Da sie sehr gross ist, sollte sie vor dem Kauf anprobiert werden.

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Tag Heuer Connected

Mit 1400 Franken ist die Luxus-Smartwatch Tag Heuer Connected klar im Oberklassensegment angesiedelt. Die Uhr ist mit einem Gehäusedurchmesser von 46 Millimetern und einer Dicke von 12,8 Millimetern eher gross, überrascht aber mit 52 Gramm als Leichtgewicht.

Tag Heuer Connected: Watch Faces

Die Ausstattung:

  • Display-Grösse: 1,5 Zoll (transflektives Display)
  • Auflösung: 360 x 360 px
  • Prozessor: Zweikern-CPU (1,6 GHz)
  • Arbeitsspeicher: 1 GB
  • Nutzspeicher: 4 GB
  • Akkulaufzeit: 1 Tag
  • Betriebssystem: Android Wear
  • Durchmesser: 4,6 cm, Gewicht: 52 g
  • Sensoren: Dreh- und Beschleunigungssensoren, kein Pulsmesser
  • Besonderheiten: Mikrofon, Titangehäuse, auswechselbares Gehäuse
  • Preis: Fr. 1400.–
  • Gesehen bei: Christ Uhren & Schmuck

PCtipp meint

Laut Hersteller hat man sich desselben Titanmaterials bedient, das auch in den Carrera-Modellen zum Einsatz kommt. Die Lünette und die Krone sind präzise verarbeitet. Das Display überzeugt mit guter Leuchtkraft und widersteht grellem Einfallslicht. Die Schattierungen der Zeiger sind sehr authentisch umgesetzt. Aussenstehende würden nicht erahnen, dass man eine Smartwatch trägt. Auf alle Benutzereingaben und Sprachbefehle reagieren Display und Mikrofon sehr schnell und genau. Was fehlt, ist ein Sensor für die Pulsmessung. Schade auch: Aus der präzise reagierenden Krone wurde nicht viel gemacht. Sie ruft die Einstellungen auf oder weckt die Uhr aus dem Stand-by auf. Der Akku lädt sich in 1,5 Stunden. Das ist ordentlich. Bei ständiger Bluetooth-Verbindung und vielen Interaktionen zeigte der Ladestand nach 9 Stunden noch ca. 32 Prozent. Einen ausführlichen Onlinetestbericht gibt es hier.

Fazit: Die Tag Heuer Connected ist die edelste und robusteste Android-Wear-Smartwatch, die wir je vor uns hatten, allerdings auch die teuerste.

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Preistipp: Sony Smartwatch 3

Die Sony SmartWatch 3 setzt wie viele andere Smartwatches auf Android Wear. Mithalten mit den sensortechnisch vielseitigeren Kollegen der neuen Generation kann die ältere Smartwatch zwar nicht mehr ganz, aber die dünne und leichte Uhr hat im April 2016 sogar noch das letzte offizielle Update auf Android Wear Marshmallow erhalten. Sonys Smartwatch 3 gibts mit Kunststoffarmband schon ab Fr. 156.–.

Mit dem mattierten Stahlarmband kostet die Sony SmartWatch 3 nur ca. 60 Franken mehr als die günstige Version mit Kunststoffband Mit dem mattierten Stahlarmband kostet die Sony SmartWatch 3 nur ca. 60 Franken mehr als die günstige Version mit Kunststoffband © Sony

Die Ausstattung:

  • Display-Grösse: 1,6 Zoll (transflektiv)
  • Auflösung: 320 x 320 Px
  • Prozessor: Vierkern-CPU (1,2 GHz)
  • Arbeitsspeicher: 512 MB
  • Nutzspeicher: 4 GB
  • Akkulaufzeit: 2 Tage
  • Betriebssystem: Android Wear
  • Sensoren: Dreh- und Beschleunigungssensoren, Mikrofon, kein Pulsmesser
  • Besonderheiten: Saphirglas, Dreh- und Beschleunigungssensoren, Force Touch, Lautsprecher und Mikrofon
  • Preis: ab Fr. 149.–
  • Gesehen bei: digitec.ch

PCtipp meint

Die edlere Version mit dem mattierten Stahlarmband wirkt robust, liegt dafür schwer am Handgelenk. Der Aufpreis fürs edlere Armband beträgt stattliche 100 Franken. Zudem ist mehrgliedrige Band etwas üppig dimensioniert für normalgrosse Handgelenke. Nützlich, wenn auch etwas unhandlich, ist das direkte Aufladen über den abgedeckten MicroUSB-Anschluss. Im Standby-Modus benötigt das etwas dunkle 1,6-Zoll-Display nur wenig Licht, weil es Sonnenlicht widerspiegelt. Bei den Sensoren vermissen wir Barometer, Pulsmesser und Mikrofon. Die Hardware mit dem Vierkernprozessor und 512 MB RAM ist für einen flüssigen Betrieb mehr als ausreichend. Auch die Akkulaufzeit ist sehr ordentlich. Bleibt die Uhr über Nacht ausgeschaltet, reicht der Akku für zwei Tage.

Fazit: Sonys SmartWatch ist vom Preis-Leistungs-Verhältnis her eine tolle Android-Wear-Uhr. Kleine Abzüge gibts beim Display und bei der Sensorausstattung. Ausserdem etwas umständlich ist das Laden: Statt über eine Ladeschale muss man die Uhr rückseitig über einen MicroUSB-Anschluss mit Energie aufpeppen.

Was bringt die Smartwatch-Zukunft?

Meinung des Autors:

Auf eine Sache warten alle Smartwatch-Besitzer: Mehr selbstständige Apps, die nicht auf das Smartphone angewiesen sind. Hier spielen GPS-Sensoren und Mobilfunkmodule eine grosse Rolle. Erste Uhren mit diesen Eigenschaften finden Sie bereits in diesem Artikel. GPS und Mobilfunk wird man in Zukunft wohl in zunehmend mehr Smartwatches antreffen. Voraussetzung dafür war die Entwicklung entsprechend kleiner und Strom sparender Chips. Dennoch bleibt die Akkulaufzeit weiterhin eine Knacknuss der Smartwatches. Auch der Trend hin zu mehr Bedienungsoptionen für Musik-Streaming-Apps wie Spotify ist erkennbar. Es würde nicht überraschen, wenn sogar die Smart-Home-Steuerung über die Smartwatch zusehends an Bedeutung gewinnt. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass Smartwatches weniger gut als erwartet laufen. Deshalb legen viele grosse Android-Wear-Hersteller eine Smartwatch-Pause ein. Denn der Verkauf bleibt weiterhin eine grosse Herausforderung. Lediglich Samsung und Apple haben diesen Herbst eine Neuauflage ihrer Top-Uhren herausgebracht. Wie es scheint, wollen dagegen grosse Hersteller wie LG, Lenovo und Huawei im Moment vor allem ihre Zielgruppe beobachten und deren Anforderungen neu bewerten, bevor sie eine weitere Smartwatch lancieren.