Adieu, Java-Plug-In!

Entwickler Oracle tut es Adobe gleich und verabschiedet sich von seinem Plug-In.

von Florian Bodoky 28.01.2016

Laut einem Eintrag im hauseigenen Blog möchte sich Oracle an einem Plug-In-freien Netz beteiligen und räumt das Java-Browser-Plug-In aus dem Weg. 

Auch wenn der Schritt nicht von jetzt auf gleich erfolgt, ist das Ende der Browser-Erweiterung abzusehen. Oracle schreibt in seinem Blog, dass die nächste Java-Version (22. September 2016) bereits mit einem entschlackten Plug-In kommt, in einer späteren Version sogar ganz darauf verzichtet.

Unter den Usern dürfte dies für Erleichterung sorgen, da die meisten Plug-Ins wie Flash oder Silverlight ohnehin nicht mehr unterstützt werden. 

Radikal ist hier zum Beispiel Google: Der Browser Chrome verzichtet gänzlich auf die Unterstützung des Silverlight-Plug-Ins, sehr zum Ärger von Swisscom-TV-Web-Benutzern. Die TV-Oberfläche des Telko-Riesen setzt nach wie vor auf Silverlight. 

Andere Browser, darunter Firefox, lassen gewisse Plug-Ins nur zu, wenn der Nutzer sie aktuell benötigt und z.B. ein Pop-Up nach dem Plug-In verlangt. Oracle rät, zukünftig die Plug-In-freie Technologie «Java Web Start» zu verwenden.