Android Wear 2.0 im Test: ein gelungenes Update

Android Wear 2.0 steht kurz vor der Veröffentlichung. PCtipp hat schon einen Blick in die fünfte und letzte Vorschauversion geworfen. Dazu auch ein Video von uns.

von Simon Gröflin 08.02.2017

Das finale Android Wear 2.0 steht kurz vor der Veröffentlichung. Der PCtipp hat sich seit der ersten Preview immer wieder mal die jeweiligen Vorschauversionen angeschaut. Nun ist die fünfte und letzte Preview an der Reihe, die sich wahrscheinlich in der finalen Fassung kaum noch ändern wird. Welche Uhren das Update demnächst erhalten dürften, erfahren Sie am Schluss des Beitrags. Hier unser finales Fazit.

Neue Nachrichtenkacheln

Zu den Neuerungen: Über einen Wisch nach unten hat man jetzt die wichtigsten Einstellungen wie Helligkeit, Stummschalten und Flugmodus zur Hand. Eingehende Benachrichtigungen sind zudem weniger penetrant. Kommt eine Push-Meldung eines News-Portals oder eine WhatsApp- Nachricht herein, überblendet diese kurz den Uhrenbildschirm, verschwindet dann aber sogleich komplett von der Bildfläche. Durch die dezente Überblendung sind Nachrichten noch besser lesbar.

Android Wear 2.0 Preview 5 im PCtipp-Videotest

Mehr Social-Media-Interaktionen

Tippt man auf eine Nachricht, stehen neue Interaktionen zur Verfügung; beispielsweise bei Twitter das Favorisieren und Retweeten. Ausserdem durchscrollt man nun die vielen Ziffernblätter dank zweier Reihen in einer vertikalen Ansicht wesentlich schneller. Danach werden immer die meistverwendeten Ziffernblätter angezeigt. Dazu reicht jetzt ein simpler Wisch nach rechts anstelle einer langen Berührung des aktuellen Ziffernblattes. Wirklich gut: Bei der Huawei Watch drückt man einfach auf die Krone und kann in einem geschmeidigen Halbkreis durch alle Einstellungen rotieren. Auch toll: Die Fitness-App ist nun selbständig und nicht mehr auf eine Verbindung zum Smartphone angewiesen.

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Apps von der Uhr installieren

Ausserdem ist jetzt der Google Play Store direkt in den Einstellungen enthalten, von dem man bis jetzt primär Ziffernblätter oder neuerdings auch Google Maps als eigenständige App installieren kann. Ein Detail am Rande: Android Wear 2.0 unterstützt neu auch NFC, was ein Hinweis auf den Bezahldienst Android Pay ist. Unter iOS ist es jetzt auch möglich, die Android-Uhren mit einem iPhone zu verbinden und Benachrichtigungen am Handgelenk zu erhalten. Das heisst: iOS-Nutzer können auch Apps aus dem Play Store der Smartwatch herunterladen.

Folgende Smartwatches erhalten voraussichtlich das Update:

  • Moto 360 (2. Generation)
  • Moto 360 Sport
  • LG Watch Urbane 2nd Edition mit LTE
  • LG Watch Urbane
  • LG G Watch R
  • Polar M600
  • Casio Smart Outdoor Watch
  • Nixon Mission
  • Tag Heuer Connected
  • Fossil Q Wander
  • Fossil Q Marshal
  • Fossil Q Founder
  • Michael Kors Access Bradshaw Smartwatch
  • Michael Kors Access Dylan Smartwatch
  • Huawei Watch
  • Huawei Watch „Ladies“
  • Asus ZenWatch 2
  • Asus ZenWatch 3

Fazit

Google hat mit Android Wear 2.0 die Nutzerfreundlichkeit stark optimiert. Grosso modo kommt Android Wear wesentlich aufgeräumter daher. Elegant gelöst hat Google das transparente Einblenden der Benachrichtigungen. Sehr gut gefällt uns die bessere Interaktion mit Nachrichten und die angenehmere Menüführung. Bei E-Mails können wir nun auch den Text besser lesen. Bei SMS und WhatsApp ist es wirklich praktisch, mal schnell mit Ja oder Nein oder mit Smileys zu antworten. Die Tastatur funktioniert inzwischen wesentlich flüssiger. Auch die Autoerkennung mit Wortvorschlägen klappt sehr gut. Wir hoffen aber, dass Google noch mehr Smartphone- unabhängige Apps einführt. So wussten wir im Test mit einem iPhone noch nicht immer nicht allzu viel mit der Uhr anzufangen.

Android Wear 2.0 im Detail